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Was bedeutet „Schriftdolmetschen“?

Schriftdolmetschen, auf Englisch „speech-to-text-captioning“, wird international schon viele Jahre als Zusatzkommunikationshilfsmittel für Hörbeeinträchtigte eingesetzt. Hier gibt es unterschiedliche Formen der technischen Umsetzung, wobei der ÖSB in Österreich die Methode der „konventionellen Textverarbeitung mittels Laptop“ gewählt hat, um diese Disziplin österreichweit einzuführen.

Die Übertragung wird hier mit Hilfe einer externen Laptop –Tastatur und unter Nutzung der Autokorrekturfunktion der verschiedenen Textverarbeitungsprogramme bzw. von Kürzelwörterbüchern oder spezieller Wortergänzungssoftware vorgenommen.

Beim Schriftdolmetschen wird das gesprochene Wort wortwörtlich oder inhaltlich zusammengefasst aufgeschrieben, so dass der hörbeeinträchtigte Mensch zeitgleich oder nach Beendigung des Gesprochenen vom Blatt, von der Leinwand (mit Overheadprojektor oder Beamer) oder vom Monitor mitlesen kann.
Beim Simultanschriftdolmetschen wird wortwörtlich und fast zeitgleich mitgeschrieben. Die Anzeige erfolgt über einen Monitor oder mittels eines Beamers auf einer Leinwand, so dass die Mitschrift unmittelbar vom Betroffenen mitgelesen werden kann.

In Abhängigkeit vom Grad der Hörschädigung, der Geschichte und der Ursache der Höreinschränkung und dem individuellen sozialen Status, haben Hörgeschädigte (Gehörlose, Schwerhörige und Spätertaubte) ganz unterschiedliche Bedürfnisse in der Kommunikation. Deshalb benötigen sie unterschiedliche Kommunikationshilfen, die je nach der gegebenen Situation zum Teil nebeneinander Verwendung finden müssen. Was für den einen Hörbehinderten zum Verstehen richtig und wichtig ist, kann für den anderen ungeeignet sein.


Text entnommen: www.transscript.at

 
 
 

Finanzierung

Wer bezahlt den Einsatz von SchriftdolmetscherInnen? Einerseits kann jede physische als auch juristische Person die Dienstleistung laut vorgegebenen Tarifen und Bedingungen beanspruchen.

Die Bezahlung der Dienstleistung mittels Individualförderung für Betroffene sieht zur Zeit wie folgt aus: Bundessozialamt (berufliche Rehabilitation) übernimmt die Kosten seit 1.7.2012 laut Regelvertrag (siehe Download unten) österreichweit zu den dort angegebenen Bedingungen.

Eine Übernahme der Kosten kann und soll aber von Betroffenen, die diese Dienstleitung benötigen, auch jetzt schon individuell urgiert werden! Das ist hilfreich bei einer rascheren Umsetzung als förderbare Kommunikations-Hilfsdienstleistung für Hörgeschädigte in Österreich!

Regelvereinbarung Bundessozialamt Österreich 2012:

Regelung_Schriftdolmetschleistungen_BSB_2012.pdf



Text entnommen: www.transscript.at


 
 
 
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